gestaltung.

„Wie die Natur in ihrer Monotonie ewigen Werdens und Vergehens die Verkörperung eines dunkelgrandiosen Geheimnisses ist, so ist die Kunst eine gleich unfassbare, organisch aus Menschenherz und -hirn geborene zweite Schöpfung, die von Anbeginn an zu allen Zeiten der Sehnsucht nach Dauer, nach Ewigkeit entspringt und das im Strudel der Zeit versinkende Antlitz ihrer Generation festhalten möchte in Stein, Bronze, Holz und in farbigen Abbildern über Geburt und Tod hinaus.“

– Karl Nierendorf, Einleitung zu (Karl Blossfeldts) Urformen der Kunst

In meiner künstlerischen Forschungsarbeit liegt mein Fokus auf teils beinahe in Vergessenheit geratenen Materialien und Werktechniken, um ein greifbares Artefakt zu destillieren, das – aufgeladen mit persönlichen Geschichten – Unsichtbares direkt spürbar macht.

Nicht zuletzt deshalb sind für mich ausdrucksstarke und traditionsreiche Werktechniken besonders spannend. Beispielsweise wird die gesamte Familie ‚Terra et Ignis‘ im manuellen Sandguss – der ältesten Gusstechnik der Menschheit – gefertigt, welcher den deutlich erkennbaren Fingerabdruck von Erde, Feuer und Gestalter trägt.

Als Gestalter wirke ich an der Schnittstelle aus Handwerk, Design und Kunst – dem händischen Umgang mit Materie, dem Entwerfen in strukturierenden Denkmustern, und dem intrinsischen Schaffenstrieb.

Als Künstler betrachte ich mich als eine Art Antenne für das ewige Ein- und Ausfließen allen Werdenwollens, wovon sich Funken ihren Weg durch meine Gedanken und Hände in diese materielle Welt suchen sollen.

Als Suchender glaube ich an eine kosmische Beseelung und will durch mystische Erfahrungen ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Viele Wahrheiten finde ich im Wissen der Alten, der Heiligen Geometrie und im Glauben.

Somit werde ich in meiner Art und Weise zu arbeiten auch zunehmend Vermittler zwischen der materiellen und der transzendenten Welt.

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